Und Heute?

Bild: Estera Iordan (© RomaniPhen e. V.)

Was hat das mit mir zu tun?

Nach 1945 wurde der Völkermord an Rom*nja und Sinti*zze nicht anerkannt. Vielmehr setzte in Deutschland die «zweite Verfolgung» ein. Die wenigsten Täter:innen wurden bestraft, die Überlebenden und ihre Familien mussten sich mit den Kontinuitäten des Rassismus in Behörden, Politik, Gesetzgebung, Bildungssystem und im Alltagsleben auseinandersetzen. 1982 wurde der Völkermord politisch anerkannt, erst viele Jahre später, 2012, konnte das Denkmal-Mahnmal in Berlin eingeweiht werden. Auch in anderen europäischen Ländern litten Rom*nja und Sinti*zze an den Folgen der NS-Zeit. Bis heute organisieren sich Rom*nja und Sinti*zze politisch für eine angemessene Erinnerungskultur und ein würdevolles Leben in der Gegenwart.

Der Zweite Weltkrieg war ein weltweites Gewaltereignis und beeinflusste die politischen Systeme und das Leben vieler Menschen über die deutschen Grenzen und sogar über die besetzten Länder hinaus. Während die einen ihre Existenz verloren und Zeit ihres Lebens unter den Folgen litten, profitierten andere vom Krieg und gaben den während der NS-Zeit angehäuften Profit auch an ihre Nachkomm:innen weiter.