
Rassismus heute
Der Rassismus gegen Rom*nja und Sinti*zze begann weit vor der Verfolgung in der Zeit des Nationalsozialismus. Er äußerte sich historisch in mehreren Höhepunkten der gewaltvollen Eskalationen bis hin zum NS-Völkermord, der auf die Vernichtung aller Rom*nja und Sinti*zze zielte. In verschiedenen europäischen Ländern waren Rom*nja von staatlicher und nichtstaatlicher Verfolgung betroffen. Auch entwickelte sich der Rassismus gegen Rom*nja und Sinti*zze stets in Wechselwirkung zu anderen Formen des Rassismus, wie z.B. kolonialem Rassismus, Orientalismus und Antisemitismus.
Rassistische Gewalt wirkt auf die Psyche und die Körper von Menschen über Generationen ein und verursacht Lebenserschwernisse, Verletzungen und Krankheiten, verkürzte Lebenserwartung bis hin zum Tod. Rassismus schließt Rom*nja und Sinti*zze als Einzelpersonen und als Gruppe und in Verschränkung mit weiteren sozialen Zugehörigkeiten wie Klasse, Gender, sexuelle Orientierung, Religion, Behinderung von einer gesellschaftlichen Gleichberechtigung aus.




