Zwangssterilisation
Elena Gorolová wurde 1953 in der Slowakei geboren. Sie hat sich jahrelang gemeinsam mit anderen Aktivist:innen und Organisationen dafür eingesetzt, dass die Opfer von Zwangssterilisation entschädigt und dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Sie war eine der ersten, die öffentlich über ihre eigene Zwangssterilisation sprach. Am 24. September 1990 wurde sie im Alter von 21 Jahren gegen ihren Willen sterilisiert. In den Jahren zwischen 1966 und 2012 wurden in der Tschechoslowakischen, später der Tschechischen Republik hunderte dieser illegalen Eingriffe an Romnja durchgeführt.
Dank ihres unermüdlichen Engagements und ihrer Beharrlichkeit hat Gorolová dazu beigetragen, dass die Praxis der Zwangssterilisation in der Tschechischen Republik heute als Verstoß gegen die Menschenrechte und die Würde der Frauen betrachtet wird. Seit 2022 sind endlich Entschädigungen möglich.